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Jede Jahreszeit stellt verschiedene Herausforderungen an die Autofahrer. Zusätzlich dazu sorgt der Klimawandel zunehmend für extreme Wetterereignisse, auf die man vorbereitet sein sollte. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte für ein sicheres Autofahren über das ganze Jahr hinweg.

Frühling

Der Winter ist vorbei. Anstrengende Monate mit unbeständigem Wetter liegen hinter den Autofahrern. Doch auch der Frühling birgt gewisse Gefahren, die man gerne unterschätzt. Folgendes solltet Ihr in dieser Zeit beachten und wissen:

 

- Nach frostigen Nächten können am (frühen) Morgen Straßenabschnitte mit Reif überzogen sein. Somit herrscht dann extreme Glätte-und Schleudergefahr. Achtet also besonders in den frühen Morgenstunden auf den Straßenbelag.

 

- Da man vermehrt auch in der Dunkelheit unterwegs sein kann, ist es wichtig, dass Ihr mögliche Ermüdungserscheinungen sehr ernst nehmt. Symptome wie häufiges Gähnen oder Frösteln sind Anzeichen dafür, dass Ihr eine Pause einlegen solltet.

 

- Verlasst Euch nicht auf die Assistenzsysteme eures Fahrzeugs. Sie stellen nur eine unterstützende Funktion dar und garantieren somit keine vollkommene Sicherheit.

 

- Mit Beginn der Vegetationsphase im März ist auch mit verstärktem Wildwechsel zu rechnen. Tipp: Falls Ihr am Straßenrand zwei reflektierende Punkt seht, solltet Ihr sofort auf die Bremse treten. Sobald Tiere auftauchen, solltet Ihr auch das Fernlicht ausschalten, da die Tiere davon geblendet werden     und regungslos stehen bleiben. Es ist auch IMMER mit nachrückenden Tieren zu rechnen!

 

- Falls ein Aufprall mit einem Tier nicht mehr zu verhindern ist: Lenkrad festhalten und in gerader Fahrt abbremsen. Mit einem Ausweichmanöver gefährdet man den Gegenverkehr und sich selbst!

 

- Da im Frühling neben Fauna auch Flora langsam aktiv wird, ist mit eintretendem Pollenflug zu rechnen. Achtet somit besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf mögliche allergische Anfälle oder Niesattacken. In dem Zusammenhang sollte auch der Pollenfilter des Fahrzeugs gereinigt und   überprüft werden.

 

- Durch starke Temperaturgegensätze und Nässe ist im Straßenbelag vermehrt mit Schlaglöchern oder Rissen zu rechnen. Passt eure Geschwindigkeit dementsprechend auch dem Untergrund an.

Sommer

Foto: FFW Nassau

Das Autofahren im Sommer stellt ist für viele Fahrer eine Umgewöhnung im Gegensatz zu den anderen Jahreszeiten. Die vermehrt auftretenden (sehr) hohen Temperaturen verlangen noch mehr Konzentration von Körper und Geist ab. Hier ein paar nützliche Tipps und Hinweise für euren Sommer: 

 

- Tankt euer Fahrzeug nicht voll! Da sich Benzin oder Diesel bei hohen Temperaturen ausdehnt, kann es dann gut sein, dass aus dem Tankstutzen Kraftstoff austreten kann. Dadurch kann es neben Bränden auch zu Lackschäden kommen. 

 

- Achtet darauf, dass die Austrittsdüsen eurer Klimaanlage nicht direkt auf ungeschützte Körperpartien gerichtet sind. Die Luft kann bis zu 4 °C kalt sein und Erkältungen oder Muskelzerrungen hervorrufen.

 

- Tragt bei Bedarf eine geeignete Sonnenbrille. Dabei sollte die Tönung und die Passform stimmen. 

 

- Falls vorhanden, verwendet einen Sonnenschutz für die Windschutzscheibe. Eine zu starke Hitzeeinwirkung kann im Extremfall Elektronikschäden oder Risse in anderen Bauteilen hervorrufen.

 

- Fahrt auf schlecht ausgebauten Strecken mit besonderer Vorsicht und achtet auf Hitzeschäden in der Fahrbahn.

 

- Nehmt genügend Flüssigkeit zu euch und pausiert eine Fahrt, falls ihr merkt, dass ihr euch geschwächt oder unentspannt fühlt. 

 

- Informiert euch vorher über längere Routen. Checkt die Verkehrsdichte und mögliche Ausweichstrecken. 

 

- Lasst unter keinen Umständen Kinder oder Tiere im Fahrzeug! Bei 30 °C Außentemperatur kann sich die Innenraumtemperatur nach einer Stunde verdoppeln. Es besteht die Gefahr eines Hitzeschocks oder sogar Atemstillstands. Ein leicht geöffnetes Fenster ist keine Lösung. 

Herbst

Die heißen Sommertage sind vorbei. Die Temperaturen fallen langsam wieder. Und auch der Herbst stellt erneut eine hohe Aufmerksamkeit an die Autofahrer. Hier die Tipps für den Herbst:

 

- Da nun verstärkt mit Regenwetter zu rechnen ist, solltet ihr eure Scheibenwischer genau überprüfen. Sie dürfen keine Schlieren ziehen oder an vielen Stellen porös sein. Auch der Füllstand des Wischwassers (evtl. bereits mit Frostschutz) sollte dabei überprüft werden.

 

- Außerdem sollte die Beleuchtung eures Fahrzeuges einwandfrei funktionieren. Es sorgt nicht nur dafür, dass ihr während der Fahrt optimal vorausschauen könnt, sondern auch, dass andere Verkehrsteilnehmer euch besser wahrnehmen können.

 

- Falls ihr Winterreifen für euer Fahrzeug besitzt, solltet ihr diese prüfen und auch bald montieren (O-bis-O-Regel).

 

- Entfernt regelmäßig Laub aus dem oberen Teil des Motorraums. Sonst kann es passieren, dass mit der Zeit die Wasserabläufe verstopfen.

 

- Passt eure Fahrweise den Sichtverhältnissen und vor allem der Sichtweite an. Die Nebelschlussleuchte darf man dabei nur ab einer Sichtweite unter 50m anschalten.

 

- Im Morgengrauen und in der Abenddämmerung ist nun auch wieder vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen. Weitere Tipps hierzu findet ihr auch oben unter dem Punkt "Frühling".

 

- Achtet auf die Glättegefahr. Laub kann nach einem nächtlichen Regen morgens gefrieren, bildet eine sehr rutschige Schicht und bietet wenig Bodenhaftung für euer Fahrzeug. Fahrt langsam und mit ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen. Frost kann schon ab unter 3 °C einsetzen.

 

- Stürme bringen viele Gefahren mit sich. Beachtet also die Wettervorhersage und plant diese in euren Tagesablauf mit ein. Achtet auch auf Parkplätze,  die sich möglicherweise unter Bäumen befinden. Hier besteht die Gefahr von herabfallenden Ästen!

Foto: FFW Nassau

Winter

Der Winter verlangt mit z. B. plötzlichem Schneeinbruch oder Blitzeis von den Autofahrer noch mehr ab als die Monate davor. Deshalb hier ein paar wichtige Tipps für die Wintermonate:

 

- Viele Gefahrensituationen resultieren aus unvorhersehbaren plötzlichen Ereignissen. Ihr müsst immer mit einem spontanen Wetterwechsel und damit einer Veränderung der Sicht-und Fahrbahnverhältnisse rechnen. Besonders in Höhenlagen sind diese Wetterwechsel deutlich zu spüren. 

 

- Durch die zuvor genannten Punkte müsst ihr auch mit einer plötzlichen Verminderung der Kraftübertragung und der Bodenhaftung eures Fahrzeugs rechnen. Achtet besonders auf die Temperatur (> 3 °C = Frostgefahr!) und mögliche Warnhinweise durch Radio oder auch euer Fahrzeug selbst.

 

- Verminderte Traktion, ein Ausbrechen des Fahrzeugs oder eine reduzierte Kurvenstabilität. Seid euch immer möglichen Gefahren bewusst und passt eure Geschwindigkeit an. Sonst gefährdet ihr euch selbst oder andere Verkehrsteilnehmer! Besonders bei Bergabfahrten sollte man eher kleine Gänge   für eine langsamere Geschwindigkeit wählen.

 

- Sind die Winterreifen montiert? Wie sieht das Profil aus? Ist genug Frostschutzmittel für das Wischwasser vorhanden? Prüft euer Fahrzeug auf alle wichtigen Bauteile und Funktionen und versichert euch, dass alle Füllstände, möglicherweise auch für längere Fahrten, in Ordnung sind.

 

- Dosiert die Kraft beim Anfahren auf glatten Oberflächen oder in Hanglage. EIne hohe Drehzahl lässt dabei möglicherweise die Räder durchdrehen. 

 

- Sicherheitsabstände sind unbedingt einzuhalten! Vor allem bei einer dicken Schneedecke kann man nie genau wissen, wie der Fahrbahnuntergrund tatsächlich aussieht und wie das Fahrzeug darauf reagiert.

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